Eigentlich sollen Antibiotika Fehlgeburten vermeiden helfen. Denn eine der häufigsten Ursachen für vorzeitige Entbindungen und Fehlgeburten sind Infektionen der Scheide. Wenn der Verdacht auf eine solche Infektion besteht, dann sollte normalerweise eine konsequente Behandlung dieser Infektionen erfolgen, um ein Aufsteigen der Keime zu verhindern. Denn die Bakterien können dann zu Kontraktionen der Gebärmutter und letztlich zur Fehl- oder Frühgeburt führen.

Aufgrund des Keimspektrums, welches solche Infektionen auslösen kann, ist Metronidazol ein häufig verwendetes Antibiotikum zur Beseitigung der Bakterien. Zumindest wenn es eingenommen wird, kann es aber auch das Gegenteil bewirken, wie eine aktuelle Studie zeigte. […]

Bei gefährdeten Patientinnen sollte bereits in der Frühschwangerschaft auch darauf geachtet werden, dass der physiologisch niedrige ph-Wert erhalten bleibt. Dies kann durch Unterstützung der physiologischen Scheidenflora mit Milchsäurebakterien erfolgen, die in lyophilisierter Form als Scheidenzäpfchen erhältlich sind. Leider werden diese nicht von der Krankenkasse bezahlt.

Shennan A, Crawshaw S, Briley A, Hawken J, Seed P, Jones G, Poston L

A randomised controlled trial of metronidazole for the prevention of preterm birth in women positive for cervicovaginal fetal fibronectin: the PREMET Study.

BJOG. 2006 Jan;113(1):65-74.

Getagged mit
 

One Response to Frühgeburt durch Antibiotika?

  1. Silvia sagt:

    Für jeder art von fragen oder intressen können sie noch unter http://www.fruehchenforum.com oder unter http://www.fruehchen-info.at nachschauen und alles erfahren was sie wissen wollen.
    lg
    Silvia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Set your Twitter account name in your settings to use the TwitterBar Section.