Professor Dr. Frank Nawroth hat in der Zeitschrift  „Frauenarzt“ eine Übersicht zum Verhalten in der Schwangerschaft gegeben. Was darf man und was sollte man unterlassen, um eine Fehl- oder Frühgeburt zu vermeiden

  • Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass schweres Heben und langes Stehen meist weder dem Fetus schadet noch die Frühgeburtlichkeit erhöht. Bei Frauen, die schon Fehlgeburten hatten, könnte starke körperliche Belastung aber sehr wohl das Risiko für eine weitere Fehlgeburt erhöhen.
  • Bestehen keine schwangerschaftsspezifischen erkrankungen, können schwangere Frauen auch ruhig weiter Sport treiben. Auch in der Schwangerschaft ist Sport gesund und daher zu empfehlen. Für ein erhöhtes Abortrisiko lassen sich keine Daten finden.
  • Wegen des Luftdrucks in Verbindnung mit einer verminderten Sauerstoffkonzentration sollten Schwangere bei Ausflügen in die Berge  2500–3000 m möglichst nicht überschreiten und sich mit zunehmender Höhe weniger belasten.
  • Sicherheitshalber sollten Schwangere nicht unterhalb von 9 m Tiefe tauchen. Haben sie es aber in der noch unbekannten Frühschwangerschaft doch getan, ist dies keine Indikation zur Schwangerschaftsunterbrechung. Man ist sich nicht sicher über die Auswirkung des glösten Stickstoffs im Gewebe bei größeren Tauchtiefen.
  • Zum Fliegen in der Schwangerschaft gibt es nur wenig wissenschaftliche Literatur. Man befürchtet einen negativen Einfluss der kosmischen Strahlung in hohen Flughöhen. Jedoch muss man schon viele Langstreckenflüge unternehmen, um die als Grenzwert empfohlene kumulative Strahlendosis von 1 mSv zu erreichen.
  • Zahnarzt und Schwangerschaft: Zahnröntgen ist aufgrund der niedrigen Dosis und der weiten Entfernung von der Gebärmutter ungefährlich.Auch eine lokale Betäubung stellt bei der Zahnbehandlung kein Problem dar.
  • In der kalten Jahreszeit nimmt frau gerne mal ein heißes Bad oder geht in die Sauna. Gute wissenschaftliche Studien zu diesem Thema gibt es nicht, aber die Autoren raten nicht generell von Saunagängen ab.
  • Haare färben in der Schwangerschaft in den 1980er Jahren gab es eine Diskussion wegen einer angeblichen Zunahme kindlicher Hirntumoren. Dies gilt aber heute als widerlegt und man kann die Frauen beruhigen. Beruflich exponierte Schwangere sollten für ausreichende Belüftung sorgen und Handschuhe tragen.
  • Keinerlei negativen Einfluss scheint der Geschlechtsverkehr zu haben. Allerdings hat man das Thema Sex in der Frühschwangerschaft bisher auch kaum untersucht. In der Spätschwangerschaft sinkt die Frühgeburtenrate mit der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs.

4 Responses to Schwangerschaft: Was ist erlaubt, was ist riskant?

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  2. Sila.K sagt:

    schreibe zum erstenmal weiss nicht wie ich anfangen soll ich hatte vor 3 wochen eine fehlgebrut war in der 20 ssw den noch wiessen die ärzte kein grund ich und mein mann überlegen seit tagen was dazu führen konnte kann es sein das ich durch die arbeit und schweres heben es dazu geführt hat

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