Untergewicht

EIne britische Studie mit mehr als 6700 Frauen zwischen 18 und 55 Jahren zeigte, dass Untergewicht einen Risikofaktor für Fehlgeburten darstellt. Mehr als 600 von ihnen hatten während der ersten drei Monate ihrer Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlitten, rund 6100 hatten die kritischen ersten Schwangerschaftswochen gut überstanden.

Dabei zeigte sich, dass Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von weniger als 18,5 ein um 72 Prozent höheres Risiko trugen, das Kind zu verlieren als ihre weniger zierlichen Geschlechtsgenossinnen. Ein BMI von weniger als 18 gilt als Anzeichen für Untergewicht.

Übergewicht

Das Übergewicht steht nicht selten im Zusammenhang mit Zyklusstörungen bis hin zum sogenannten PCO-Syndrom, welches als Mitverursacher für Fehlgeburten gilt. Aber auch bei übergewichtigen Frauen mit regelmäßigen Zyklen ist die Gefahr von Aborten höher als bei normalgewichtigen.

Kaffee

Eine Befragung von mehr als 1000 Frauen zeigte einen negativen Einfluss von Koffein auf den Verlauf von Schwangerschaften. Die Forscher stellten fest, dass bei Schwangeren, die mindestens 200 mg Koffein täglich konsumierten, das Risiko auf eine Fehlgeburt doppelt so groß war als bei Frauen, die weitgehend auf Koffein verzichteten. Aber auch kleinere Dosen erhöhten das Risiko noch immer um rund 40 Prozent.

Da koffeinhaltige Erfrischungsgetränke, Tee und heiße Schokolade den gleichen Effekt hatten, scheint die Gefahr vom Koffein selbst und nicht etwa von anderen Kaffeesubstanzen auszugehen, so die Wissenschaftler.

Genussgifte

Neben dem Kaffee gibt es noch zahlreiche andere problematische Ernährungsfehler, deren Einfluss noch eindeutiger nachgewiesen werden konnte. So sollte selbstverständlich sein, dass Tabak, Alkohol und Drogen nicht von Vorteil für eine gesunde Schwangerschaft sind.

Ernährungstipps in der Schwangerschaft

dass man in der Schwangerschaft für zwei essen muss, stimmt natürlich, aber man muss nicht zwangsläufig das Doppelte an Nährstoffen und Kalorien zu sich nehmen. Eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung ist sehr wichtig, nehmen Sie ausreichend Obst, Gemüse und Ballaststoffe zu sich. Nahrungsergänzungsmittel sind dann nicht mehr notwendig, jedoch sollte man Folsäure in jedem Fall zusätzlich zuführen, da dieses Vitamin nicht ausreichend mit der Nahrung aufgenommen werden kann.

Man kann auch in der Schwangerschaft eine Diät zur Gewichtsreduktion fortführen, wenn man deutliches Übergewicht hat. Dies sollte aber mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Am besten ist in jedem Fall eine ausgewogene Kost, die ausreichend Fett, Protein und Kohlehydrate enthält. Der Anteil von Proteinen sollte höher sein als üblich, da das Kind zum Wachstum Eiweiß benötigt. Milchprodukte, Früchte, Gemüse, Fisch, Fleisch, Eier, Fettstoffe und Getreideprodukte sollten Bestandteil der Diät sein. Nehmen Sie zur Vermeidung von Schwangerschaftsübelkeit lieber mehrere kleine als drei große Mahlzeiten zu sich.

Der Eisenbedarf steigt in der Schwangerschaft deutlich an und sollte daher zusätzlich Teil der Schwangerenkost sein. Man findet es vor allem in grünem Gemüse, wie zum Beispiel Broccoli, Spinat sowie in Roter Beete, Erdbeeren, Aprikosen und Getreideprodukten wie Müsli und Brot. Das Eisen wird vom Körper besser aufgenommen, wenn Sie dazu etwas Vitamin-C-haltiges essen. Vitamin C ist beispielsweise in Apfelsinen enthalten. Tee und Kaffee hemmen dagegen die Aufnahme von Eisen.

Leber und daraus gewonnene Speisen enthalten große Mengen an Vitamin A. In hohen Dosen kann dies zu einer Schädigung des Kindes führen und daher sollte man diese Speisen vermeiden. Um eine für das Kind gefährliche Infektion mit Toxoplasmose zu vermeiden, sollte man rohes Fleisch meiden.

Der durch das Gelbkörperhormon hervorgerufenen Darmträgheit kann man mit ballaststoffreicher Nahrung begegnen: Früchte, Gemüse, Vollkornbrot, Vollkornprodukte wie Müsli oder eingeweichte Pflaumen können hier helfen. Sehr wichtig ist auch die ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit 2-3 Litern am Tag. Zusätzliche körperliche Bewegung ist ebenfalls sehr wichtig.

 

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