Die Behandlung der anatomisch bedingten Einnistungsstörungen ist abhängig von den Ursachen und deren Ausmaß.

Therapie der angeborenen Fehlbildungen

hysteroskopische Septum-OperationBei den angeborenen Fehlbildungen der Gebärmutter ist das Septum der Gebärmutter die häufigste Erkrankung und auch im Hinblick auf die Fehlgeburten die bedeutsamste. Diese lässt sich relativ einfach und komplikationsarm mit Hilfe einer operativen Hysteroskopie entfernen.

Dazu geht man mit einem speziellen Endoskop in die Gebärmutterhöhle ein und mit Hilfe einer Schlinge, über die Strom geführt wird, kann man das Septum anschließend einschneiden und beseitigen. Die Schlinge und auch das Septum sind auf dem Foto gut erkennbar. Anschließend sollte 1-2 Monate lang eine Schwangerschaft vermieden werden.

Bei dem Uterus unicornis beschränkt sich die Behandlung auf die Entfernung des kleinen Horns, falls sich hierdurch Probleme ergeben, sie meist durch den gestörten Blutfluss bei der Menstruation entstehen. Eine Vergrößerung der Gebärmutter ist nicht möglich.

Bei einer vollständigen Doppelfehlbildung – Uterus duplex – ist eine Operation meist sehr schwierig (sie nennt sich Metroplastik und dabei werden die beiden Gebärmutterhöhlen vereint) und in Anbetracht der vergleichsweise guten Prognose selten notwendig. Gleiches gilt für den Uterus bicornis.

Therapie der erworbenen Fehlbildungen

operative hysteroskopieBei den erworbenen Fehlbildungen der Gebärmutterhöhle ist die operative Hysteroskopie ebenfalls die Methode der Wahl. Ein Polyp der Gebärmutter lässt sich zwar meist auch durch eine Ausschabung beseitigen, jedoch ist dies gezielter in Verbindung mit einer Gebärmutterspiegelung möglich.

Ein Myom wird ebenfalls hysteroskopisch mit einer Elektroschlinge abgetragen. Dabei werden nacheinander kleine Scheiben entfernt (abgeraspelt), bis das Myom komplett abgetragen ist. Auf dem Bild ist dies gut erkennbar. Ein Teil des Myoms ist bereits entfernt, der Rest wird gerade abgetragen.

 

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