Die Natürlichen Killerzellen sind Bestandteil der sogenannten TH-1-Immunantwort. Die Verschiebung der Th2/TH1-Antwort zugunsten der T-Helferzellen 2 ist eine normale Reaktion des Immunsystems bei Eintritt einer Schwangerschaft. Sie produzieren Botenstoffe, welche das Immunsystem dazu befähigen, eine Schwangerschaft zuzulassen.

Auch Killerzellen, die normalerweise alles Fremde im Körper gnadenlos attackieren (Bakterien etc.) sind für eine geregelte Einnistung der Embryonen wichtig. Werden sie jedoch durch Botenstoffe falsch geleitet oder produziert das Immunsystem die natürlichen Killerzellen im Übermaß, dann kann es zu Abstoßungsreaktionen kommen.

Diagnostiziert werden sie anhand ihrer Oberflächen-Antigene (CD56), die in speziellen Laboren aus dem Blut untersucht werden kann. Damit ergibt sich aber auch das Problem: Es ist nicht erwiesen, dass die Konzentration der Natürlichen Killerzellen im Blut wirklich aussagekräftig ist und als Risikofaktor gelten kann. Denn die Konzentration in der Gebärmutter ist entscheidend.

Als Therapie werden auch die verschiedenen Formen der Immunisierung eingesetzt. Gute Erfolge wird in kleineren Studien auch mit niedrig dosiertem Kortison erzielt.

Die Therapien sind jedoch umstritten, vor allem, wenn sie lediglich auf Ergebnissen von Blutuntersuchungen durchgeführt werden.

 

4 Responses to Natürliche Killerzellen

  1. […] 2006 · 0 Comments · in Fehlgeburten, Immunologie, Schwangerschaft Die "Natürlichen Killerzellen" (NK) im Blut werden mit Fehlgeburten und Einnistungsstörungen bei Kinderwunschbehandlungen in […]

  2. Mat sagt:

    Der hier beschriebene Zusammenhang zwischen Natürlichen Killerzellen und Fehlgeburt ist NICHT ganz richtig. Es wird vielfach immer noch die Meinung vertreten, dass es keinen Zusammenhang gäbe. Das ist zwischenzeitlich jedoch nicht mehr haltbar – der Gegenbeweis ist nach 3 FG bei uns inzwischen 16 Monate alt.

    Es gibt so viele erfolgreich behandelte Frauen, dass z.B. Prof. Würfel (Kinderwunschzentrum München) inzwischen von evidenzbasierter Therapie spricht. Wir waren bei Prof. Heilmann in Wiesbaden.

    Leider brauchen derartige Erkenntnisse lange, bis sie Eingang ins Allgemeinwissen von Medizinern finden, so dass die alten (und inzwischen widerlegten) Argumente immer noch sehr oft zu lesen sind. Die Zusammenhänge zwischen Killerzellen im Blut und Fehlgeburten sind weit komplexer als der Artikel hier darstellt.

    Im Sinne einer Ursachenforschung nach einer Fehlgeburt sollte dieser Punkt von einem Immunologen unbedingt abgeklärt werden. Ideal, wenn dieser dazu auch noch Gynäkologe ist (wie Prof. Heilmann), sonst irrt man zu lange durch die Gegend.

    Gruß, Mat

    • Karla sagt:

      Aktuell gibt es weder von Herrn Würfel, Herrn Heilmann noch von anderen Wissenschaftlern ein beweiskräftige Studie. Und das ist Voraussetzunge für „Evidenz“, nicht ein Kind nach drei Fehlgeburten, so erfreulich dies auch sein mag. Uns würde es auch freuen, wenn Herr Würfel o. Frau Reichel-Fentz ihre Daten in einer Form präsentierten, die so überzeugend wäre, dass man sie als evidenzbasiert bezeichnen könnte.

      Es ist eben leider NICHT widerlegt. Es sind übrigens auch keine „Argumente“ sondern Ergebnisse wissenschaftlicher Studien. Die sich nicht in einer Diskussion widerlegen lassen, sondern durch andere wissenschaftliche Studien. Dies es bedauerlicherweise immer noch nicht gibt. Wissenschaft ist keine Glaubensfrage.

      • Mat sagt:

        Es geht nicht um Glauben, es gibt dafür mehrere hundert lebende Beweise.

        Und natürlich gibt es dazu keine Studien. Warum? Weil ja wohl keine Frau mit mehreren FG freiwillig an einer Studie teilnimmt, bei der Sie nicht weiß, ob sie das helfende Medikament tatsächlich erhält….
        Niemand zwingt Dich oder andere diesen Weg zu gehen, die Immuntherapie zu wählen….

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