Die Sonderform einer Fehlgeburt ist die Zwillingsschwangerschaft, bei der ein Embryo vorzeitig abstirbt. Dies geht dann nur sehr selten mit einer Blutung einher, wenn der andere Zwilling weiterwächst, da der Hormonhaushalt dann ja weiter auf eine Schwangerschaft „programmiert“ ist. Dieses Phänomen des „verschwindendenden Zwillings“ wird auf Neudeutsch als „vanishing twin (sondrom)“ bezeichnet.

Solche Verläufe einer Zwillingsschwangerschaft sind recht häufig: Solange zunächst nur zwei Fruchthöhlen (ohne Embryo) zu sehen sind (ca. 5.-6. Schwangerschaftswoche), kann es in 37-49% der Fälle dazu kommen, dass sich nur einer der Emrbyonen weiterentwickelt.

Sind jedoch schon eindeutig die Embryonen darstellbar, dann ist die Wahrscheinlichkeit auf einen verschwindenden Zwilling auf 9-16% reduziert. Wenn diese spezielle Form der „Fehlgeburt“ sehr früh in der Schwangerschaft eintritt, dann hat dies nur sehr selten einen direkten (negativen) Einfluss auf die verbleibende Einlingsschwangerschaft.

 

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