Anamnese bedeutet die Vorgeschichte des Paares. Der Arzt wird bei wiederholten Fehlgeburten neben der speziellen Diagnostik auch eine ausführliche Erhebung relevanter Daten aus der Krankheitsgeschichte durchführen, insbesondere müssen alle Gesundheitsrisiken besprochen bzw. ausgeschlossen werden.

Auch die regelmäßig eingenommenen Medikamente sollten besprochen und gegebenenfalls umgestellt werden, wenn sie eine Schwangerschaft gefährden könnten. Aber nicht nur schulmedizinische Medikamente, sondern auch Nahrungsergänzungsmittel, Homöopathika und naturheilkundliche Substanzen können eine Schwangerschaft negativ beeinflussen und sollten erfasst werden.

Die detaillierte Erfassung von Schwangerschaftskomplikationen und Symptomen während der vorangegangenen Schwangerschaften können ebenfalls wichtig sein, um deren Wiederholungswahrscheinlichkeit abzuschätzen und ggf. eine Therapie einleiten zu können.

Neben der eigenen Krankheitsgeschichte ist auch die Erhebung einer Familienanamnese von Bedeutung, denn hier lassen sich gelegentlich genetische Risiken für eine weitere Schwangerschaft einschätzen. Vornehmlich sind hier Thrombosen und Autoimmunerkrankungen in der Verwandtschaft ein Hinweis auf eigene Risiken.

 

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